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Säntis-Alpsteinflüge2

So schön der Alpstein auch ist für kleinere Streckenflüge. Wenn man aus ihm herausfliegen will kann es ganz schön schwierig werden! Auf dieser Seite will ich denen, die sich für weitere XC Flüge aus dem Alpstein heraus interessieren ein wenig aufzeigen, wie andere das gemacht haben, oder besser gesagt, wie es anderen schon gelungen ist! Ein ‘Rezept’ werdet Ihr von mir nicht bekommen. Das widerspricht meinem Verständnis vom XC Fliegen. Man kann wohl nur sehr selten einen Flug einfach nachfliegen. Zu sehr sind Flüge von den jeweiligen Wetterbedingungen wie Wind, Labilität, Basishöhe usw. abhängig.  Vielleicht aber, wenn man sich die verschiedenen Flüge einmal angeschaut hat, bietet sich die eine oder andere Gelegenheit, auf einem ähnlichen Weg zu Fliegen...

Zuerst einmal die aktuelle Liste der weitesten Flüge. Es ist klar, dass diese Liste nicht alle Flüge aufzeigt, die jeh geflogen wurden, sondern nur diejenigen, die beim SHV-X-Contest gewertet wurden, bzw. dort heute noch abrufbar sind. Zu erinnern sei z.B. an Alex Hofers Rekordflüge (meines Wissens 270km) aus dem Alpstein und ich weiss, dass z.B. Adi Hunziker und Michi Kobler dereinst bis nach Norditalien flogen.... 

Diese Auswahl hier kannst Du mit einem Link auf die Tabelle auch direkt beim SHV X-Contest aufrufen.

Rangliste
Alpsteinflüge

Wie man der obigen Liste ansieht eignen sich vor allem der Hohe Kasten und die Ebenalp als Startberg für einen weiten Flug aus dem Alpstein. Der Kronberg bietet wohl nur selten die Möglichkeit für einen frühen Start - unmöglich ist es aber sicher nicht.

Anhand der nachfolgend dargestellten Flüge kannst Du nachverfolgen, wie diese Piloten aus dem Alpstein herausgekommen sind und welche Route sie dann genommen haben. Ich werde die Flüge auch auf Doarama darstellen und den Link einbauen, so dass Ihr den Flug sogar recht realistisch nachfliegen könnt. Beachtet jeweils, mit welchen Basishöhen diese Flüge geflogen wurden - sicher geht es auch tiefer, aber für gewisse ‘Sprünge’ braucht es einfach Höhe... Letztlich aber gilt es etwas zu probieren! Viel Spass und tolle Flüge wünsche ich Euch!

Die ‘klassische Route’ entlang der Nordseite des Massivs

Das aktuell punktestärkste Dreieck aus dem Alpstein wurde am 1.Juni 2014

von Thomas Klingler geflogen.

Mit einer Strecke von 213 km erfliegt er sich 304 Wertungspunkte!

Thomas Klingler 213km FAI  1.6.14

Infos und Kommentar zur Route:

  • Start ab Ebenalp, Bisenlage, Frühsommer ca. 10:00 Uhr Höhe über Ebenalp rund 1’800
  • Thomas fliegt südseitig weiter zur Klus, dann zum Schäfler. Ab Schäfler (rund 2’300m) geht es erst mal leicht nordseitig weiter. Nach dem Schäfler erreicht er gute 2’600 m Höhe und fliegt praktisch entlang der Krete und überfliegt den Säntis dann nordseitig auf einer Höhe von ca. 2’600 m. Diese Höhe am Säntis, so früh am Tag, ist klar als ‘sehr gut’ zu bezeichnen. Von da an bleibt er mehr oder weniger über der Krete immer leicht südseitig bis zur Toggenburger Talquerung bei Stein und kann lange mit rund 2’500 m eine gute Höhe im Gleitflug halten. Nach der Querung bei Stein baut er erst mal wieder Höhe auf und es geht weiter zum Mattstock und Federispitz. Dort erarbeitet er sich nochmals zusätzliche 200 Meter Höhe und setzt dann mit rund 2’400 Metern zur Querung ins Glarnerland an. Mit rund 1’700 Metern Höhe erreicht er den ersten Hang im Glarnerland und dreht dort - rund 90 Minuten nach dem Start-  wieder auf und weiter geht’s...
  • Weitere Daten: Flugdauer : 10:28:32 h max. Höhe : 3635 m max. Höhengewinn : 2064 m max. Steigen : 6.0 m/s max. Sinken : 4.2 m/s Tracklänge : 371.808 km freie Strecke : 103.78 km / 232.49 k

Mein Kommentar:

Der Flug von Thomas ist eine Spitzenleistung. An diesem 1.6.2014 wurden in den schweizer Alpen generell sehr weite Flüge gemacht: Es war also auch ein Tag für weite Flüge. Thomas verlässt den Alpstein über die klassische Route entlang dem Massiv und hat schon am frühen Morgen eine Basishöhe, die ihm ab dem Schäfler das Fliegen über dem Relief ermöglicht. Es hatte also wirklich gute Bedingungen mit einer hohen Basis.... Solche Bedingungen anzutreffen ist schon auch eine Glücksache und zählt eher zu den selteneren Fällen. Die Flughöhe nach dem Sprung übers Toggenburg lässt etwas nach und insbesonders die Abflughöhe für die Querung ins Glarnerland ist nicht feudal. Hier geht Thomas kein Risiko ein und investiert etwas Zeit, um die Ausgangslage zu verbessern. Er lässt sich aber nicht beirren und wagt den Sprung hinüber ins Glarnerland. Später im Verlauf des Tages erreicht er eine maximale Höhe von 3’635 m. Um aus dem Alpstein zu entkommen muss man sich mit deutlich weniger begnügen! Dennoch aus meiner Beurteilung ein sehr guter Tag, um aus dem Alpstein herauszufliegen und Thomas hat ihn perfekt genutzt.

Flug im X-Contest: Link

Flug auf Doarama: Link  (Doarama funktioniert leider nicht auf allen browsern)

Weitere Flüge entlang der Nordseite: Link 

Stand: 22.1.17

Ueber die Alpsteinketten an die Stauberen/Kreuzberge.

Keine ‘einfache Route’!

Man muss diese Flüge suchen - sie sind wegen der Wildschutzzonen heute wirklich selten geworden. Aber auch ohne Wildschutzzone ist der frühe Sprung von der Ebenalp über den Alpstein an die Rheintalkette nicht ganz einfach. Gut gelungen ist sie dem Alpsteinpilot Urs Müller am 7.6.2014. Seine Freie Strecke endet schliesslich nach 5 Stunden im Engadin.

 

Urs Müller, 7.6.14 110km Freie Strecke

Infos und Kommentar zur Route:

  • Start ab Ebenalp,  Frühsommer ca. 12:00 Uhr Höhe über Ebenalp rund 2’500m
  • Thomas fliegt mit sehr guter Ausgangshöhe von der Ebenalp zur Marwees (über das Wildschutzgebiet, Schutzzone nicht tangiert). An der Marwees und der Freiheit erreicht er Höhen um 2’700 Meter und an den Kreuzbergen gar über 2’800 Meter. Das sind natürlich super Bedingungen und perfekt für diese Route, mit der er die Nordosthänge über dem Voralpsee bereits nach weniger als einer Stunde erreicht.
  • Weitere Daten: Flugdauer : 5:14 h max. Höhe : 4055m max. Höhengewinn : 2454 m max. Steigen : 5.2 m/s max. Sinken : 5.2 m/s Tracklänge : 197 km freie Strecke : 110 km

Mein Kommentar:

Der Urs hat einen bomben Tag erwischt. Zwar startet er recht spät, doch die Basishöhe über der Ebenalp ist super. Sind an der Ebenalp solche Bedingungen erkennbar ist diese Route definitiv die schnellste, um an die Churfirsten zu gelangen und nach Osten weiterzufliegen. 2 Stunden nach dem Start dreht Urs am Falknis auf und fliegt ins Prättigau.....

Flug im X-Contest: Link

Flug auf Doarama: Link  (Doarama funktioniert leider nicht auf allen browsern)

 

06-05-13_gepackt

So kann es auf dieser Route kommen, wenn man nicht drüber kommt - März 2006 Landung am Fälensee und Fussmarsch...

Vom Hohen Kasten via Stauberen/Kreuzberge.

Wer wagt’s?

Der Hohe Kasten hätte eigentlich ein tolles Potential für frühe Flüge. Wenn da bloss nicht dieses Rheintal wäre! Wem der Einstieg in die Thermik nämlich nicht gelingt steht ziemlich schnell am Boden und muss zudem aus dem Rheintal wieder mit ö.V. zurückkommen - streckenflugmässig ist der Tag dann definitiv gelaufen. Es gibt noch andere Gründe, warum der Hohe Kasten sich bisher nicht zu einem beliebten Streckenflugausgangspunkt entwickelt hat...

Immer noch eines der punktestärksten Dreiecke vom Hohen Kasten ist mein Flug von 2009. Ein FAI Dreieck mit 138km.

 

Melchior 14.4.2009neu

Infos und Kommentar zur Route:

  • Start ab Hoher Kasten, Bisenlage, Frühjahr ca. 11:00 Uhr Höhe über Hoher Kasten: keine
  • Der Start gegen die nicht sehr starke Bise ermöglicht eigentlich erst, dass ich praktisch von der Terrasse des Restaurants aus starten kann. Ohne Wind wäre ich wohl kaum aus dem Schnee über den Zaun gekommen. Höhe machen war eher unmöglich - auch fürchtete ich die Turbulenzen an der steilen Rheintalflanke des Hohen Kastens. Also gleich los entlang der Kette nach Süden. Erst bei den Kreuzbergen komme ich über 2’000 Meter, dann aber bald auf 2’800, mit denen der Sprung übers Toggenburg gelingen sollte. Bereits nach 34 Minuten drehe ich an Gamserrugg (über dem Voralpsee) wieder auf und erreiche nach 70 Minuten den ersten Wendepunkt am Leistchamm kurz vor Amden.
  • Weitere Daten: Flugdauer : 6:14 h max. Höhe : 3398 m max. Höhengewinn : 2951 m Tracklänge : 212 km freie Strecke : 149 km

Mein Kommentar:

Weiss auch nicht, was mich da gestochen hat. Aber ich wollte es einmal versuchen und landete einen Volltreffer. Der Flug entlang der Ostkette dem Rheintal entlang ist eigentlich eine Hammerstrecke - wenn da bloss nicht das Rheintal und die Absaufgefahr oder aber der wirklich sehr ungünstige Startplatz (solange Schnee liegt) wären. Die Suche nach einem besseren Startplatz wird am Hohen Kasten bei Schnee sehr schnell sehr gefährlich und ist nicht ratsam! Ob der Start oben vor dem Restaurant ratsam ist - nein auch nicht. Der Flug auf Doarama zeigt schön die Querung übers Toggenburg und wie die Querung zum Falknis funktioniert hat.

Aber dennoch, dieser Flug war natürlich super und die Bedingungen waren es auch! Das geflogene Tempo zeigt das Potential dieses Tages gut. Bereits nach 70 Minuten in Amden zu sein ist doch eine super Zeit. Auch der Weiterflug ins Prättigau ist sehr spannen und das Ziel, diesen Flug noch zu vergrössern lebt immer noch in mir.... Vielleicht eine Aufgabe für meinen X-Alps :-)

Flug im X-Contest: Link

Flug auf Doarama: Link  (Doarama funktioniert leider nicht auf allen browsern)

Weitere Flüge ab Hoher Kasten bzw. St.Anton: Link

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Blick von den Kreuzbergen zurück zum Hohen Kasten

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Querung des Toggenburgs

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Walensee - kurz vor Amden

09.04.14-9.138FAI-Hoher-Kasten-WP-Klosters.jpg (Small)
09.04.14-11.138FAI-Hoher-Kasten-Praettigau-von-oben.jpg
09.04.14-15.138FAI-Hoher-Kasten-Gute-Höhe-für-Anschluss.jpg (Small)

Rankweil

Zweite Wende in Klosters

Im Prättigau

aktualisiert am 4.3.2017

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