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Das Gleitschirmfliegen eröffnete mir 1991 eine völlig neue Dimension in meinem Leben. Hier zeige ich Euch alle Flügel, die ich seither geflogen bin...

Erstflug

1991 begann ich am Uebungshang bei der Flugschule Appenzell das Gleitschirmfliegen und es hat mich seither nicht mehr losgelassen...

Paratech RELAX auf der Solitude

RELAX von PARATECH   - mein erster Flügel

Paratech P21

P21 von PARATECH   - mein erster Flügel

Mit der Erfahrung von 12 Jahren Modellflug war mir die reale Fliegerei irgendwie von Anfang an näher als vielen meiner Flugschülerkollegen. So kann ich mich noch gut an Flugerlebnisse erinnern, wie die Flüge vom Hahnensee und von der Lagalp im Winter 91/92. Viele meiner Mitschüler flogen an dem Wochenende gar nicht und fanden es teilweise viel zu gewagt, dass ich dennoch geflogen bin. Ob das nun Leichtsinn war oder ich mich einfach viel sicherer fühlte, weil ich vom Modellfliegen her das Fliegen schon anders verstand...? In jedem Fall waren es für mich Hammererlebnisse!

Lagalp Flug Jan 93

P40 von PARATECH   - mein erster Intermediate

Als PARATECH-Kinder hatten Steff und ich praktisch als erste den neuen P40 - den damaligen Intermediate schlechthin und ‘der’ Verkaufserfolg von PARATECH. Als wir mit den nagelneuen Schirmen in Fiesch auftauchten kamen die Leute am Landeplatz den Schirm anschaun - auch ein cooles Gefühl. Ansonsten aber war das wirklich ein Flügel, der damals tolle Leistung mit viel Sicherheit verband. In Fanas machten wir ‘spasshalber’ Vrillen und Stalls damit - wirklich ohne Probleme! Sehr schöne Flüge erlebte ich zusammen mit Steff, Rosi und Henrik auf unserer Flugwoche zusammen mit Migg und Turi in der Haute Provence...

P4 von PARATECH   - mein erster Hochleister

PARATECH P4
Erstflug P4

Man beachte die hübschen Farben von damals :-)

Im November 1992 probierte ich den P4 erstmals und konnte mich damals nicht dafür entscheiden. Der Wunsch nach etwas mehr Leistung und einem coolen Flügel liess aber offenbar nicht lange locker. Im Februar 1993 konnte ich von einem Walliser Piloten einen Wettkampf-P4 in der kleinen Grösse kaufen. Mit ihm hatte ich viele tolle Flüge - unter anderem auch über Furka und Oberalp, was sich letztlich zu meiner Lieblingsstrecke entwickeln sollte....

PARATECH P40
Andi Hediger

ANDY HEDIGER

THE AIRMAN

ANDI HEDIGERS P4.5

Andy Hediger und PARATECH   - das war damals unser Regio Crack und PARATECH Testpilot und er war in der Region Alpstein omnipräsent. Sein 2. Rang 1991 in St.André mit dem aufgeblasenen P4 Proto war schon ein Ding, zumal er sich nach den Vorläufen von weit hinten vorgearbeitet hat. Aber auch sonst - Andy führte ein recht bedingungsloses Fliegerleben - bis jetzt! Und man darf wohl dazu sagen, dass er im Gegensatz zu vielen anderen dieses Fliegerleben nicht mit dem Leben bezahlen musste. Dass er zuletzt in seiner Wahlheimat Argentinien nur ganz knapp an der Katastrophe vorbeigeschrammt ist zeigt ein eindrücklicher Dokumentarfilm über ihn. Wenn Du auf’s Foto clickst kommst Du zudem auf seine homepage...

AIRMAN - sehenswerte Dokumentation über ANDY HEDIGER!

Im März 1993 starte ich die Ausbildung zum BiPlace Piloten - man kann unschwer erkennen, dass ich völlig angefressen war vom Fliegen!

Vom P40 bi finde ich leider kein Foto, also muss ein Schirm im Sack herhalten....

PARATECH P5

P40 bi von PARATECH   - BiPlace Fliegen

PARATECH P40bi

P5 Proto von PARATECH

03-07-22_Gleitschirmausflug-Johanna-6

Im Januar 1994 bekam ich einen von ca. 8 Protos des PARATECH P5, wie ihn KIWI und ANDI für kurze Zeit im Wettbewerb flogen. Auch Michi Riediker hatte so einen und wir sind mit dem zusammen an die Fluglehrerkurse gegangen im Diemtigtal. Ein sehr schöner Flügel mit einem hohen Seltenheitswert. Dafür sagte man damals auch, dass jeder von den 8 Protos anders eingestellt war. Nicht ganz einfach also, beim Nachtrimmen überhaupt zu wissen, wie es denn so genau sein sollte. Das und die voll offenen (unbegrenzten) Trimmer wurde mir dann auf einem Streckenflug bei der Landung in Andermatt fast zum Verhängnis. Ich stürzte aus ca. 20 Metern in einer Drehbewegung auf die Kuhweide - ohne eine Verletzung davon zu tragen. Das nennt man wohl Glück. Die kommenden Tage allerdings hatte ich Muskelschmerzen wie verrückt....

Schon eine knappe Woche nachher ging’s miT Stefan Engelmann und anderen wieder nach Fiesch. Hier ein Foto über dem Eggishorn mit Blick auf den Aletschgletscher. Standardfoto für Fiesch :-)

 

Insgesamt war meine Ausbeute mit dem P5 mässig und die Serie sah dann auch ganz anders aus und flog - zu meinem Bedauern - besser. Aber ein schöner Flügel war’s und ich flog ihn damals mit einer Stabibremse, also einer zusätzlichen Leine an den Stabi mit einer Wage statt einer Bremsschlaufe: Das war schon ein cooles Fliegen.

PARATECH P5 Serie

P5 Serie von PARATECH

den flog ich aber nie

APCO XTRA

XTRA von APCO

während meiner Flugschulzeit bei Werner Büchel flog ich den APCO XTRA - eine Marke, die Werner damals verkaufte. Der Flügel war ok., hat aber keine grosse Begeisterung bei mir ausgelöst.

Side Air von Ailes de K

während meiner Flugschulzeit bei Werner Büchel flog ich als BiPlace Schirm den SideAir von Ailes de K. Der flog genial zur damaligen Zeit.

Ailes de K - Side Air
PARATECH P6

P6 von PARATECH    Mein schönster PARATECH Flügel

Als ich bei Werner wieder aus der Flugschule austrat kaufte ich mir noch den PARATECH P6 und trennte mich vom XTRA. Der P6 war damals bei uns in der Region eine Art Kultflügel und hatte eine enorme Streckung :-) für damalige Zeiten, war aber dennoch sehr brav und geil in der Thermik. Leider war er nicht schnell, das war wohl sein grösstes Problem und Wettstreit mit anderen Flügeln. An der SM flog ich 1996 mit ihm aber in die 40er und vollendete alle gesetzten Tasks in Fiesch. Ein tolles Erlebnis! Einen dritten Platz am OGO erzielte ich damit ebenso wie einen 21. Rang beim SWISS CUP in Engelberg. Ein sehr zuverlässiges Teil und schade, dass ich den nicht mehr habe! Mein Boom ist aber ein guter Ersatz :-)

Nimbus von SWING  

SWING Nimbus

Sens  von XIX

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Nur ein sehr kurzes Gastspiel hatte ich mit dem SWING Nimbus. Nach der SM in Fiesch lieh ich mir den Flügel bei Martin Scheel und flog damit über die Pässe bis Ilanz. Der Wettkampfgetrimmte Flügel gefiel mir auf Anhieb - ich entschied mich aber für einen neuen. Als ich den dann hatte und ein paar Flüge damit gemacht hatte verflog meine Begeisterung rasch wieder und ich trennte mich nach wenigen Flügeln von diesem interessanten Schirm. Diese story hat für mich aber auch etwas sehr zentrales an sich. Ein Gleitschirm - sofern man auf Leistung aus ist - muss einem ein gutes Gefühl geben. Ohne das fliegt es sich einfach nicht gut und vermutlich auch nicht sicher!

P7 von PARATECH  

paratech P7

Ich denke, der P7 war ein spannender Flügel. Ich ging damit gleich beim Erstflug ins Rennen (OGO-SwissCup) und fing mir im Thermik-Pulk eine Vrille ein. Am Landeplatz stellte ich ihn Migg wieder hin und sagte - mit dem kann und will ich nicht Fliegen. Zum Glück musste ich ihn gar nicht erst bezahlen!

Auch mit dem SENS von XIX paragliders flog ich nicht sehr lang. Dennoch war das ein feiner Flügel - vielleicht stimmte einfach das Gewicht nicht wirklich... Hier noch ein Video mit dem Sens...

Hier zusammen mit den Bergflöhn in Davos (Thomas Blatter auf seinem XIX Sens)

Sector von EDEL  

EDEL Sector
Edel logo

Nach dem Sens holte ich mir den EDEL Sector - schon der war ein Produkt des heutigen GIN Chefs Gin Sec Seong. Ich flog ihn drei Jahre - recht lang. Anfänglich voll begeistert und im Simmental einen 13. Rang herausgeflogen am SWISS CUP, aber die Begeisterung liess laufend nach und nach drei Jahren hatte ich das Gefühl, dass mir alle davon fliegen würden in der Thermik.... Bei einem ‘Sicherheitstraining’ über Land bekam ich den Schirm zudem nicht mehr unter Kontrolle. Mein bisher einziger Retterabgang erfolgte mit diesem Schirm.

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Nachdem mir mit dem SECTOR die Freude am Streckenfliegen abhanden gekommen war begann meine ADVANCE-Zeit und das kann man wohl sagen. Die  Schirme von ADVANCE passten und passen in einer Art zu mir, die ganz eindeutig leistungsfördernd ist, denn ADVANCE bringt seit vielen Schirmgenerationen Leistungsschirme, die nicht am oberen Limit der Sicherheit anzusiedeln sind. Damit erlauben sie dem normalen Streckenflieger, sich auf das Fliegen zu konzentrieren und auch in schwierigen Situationen nicht die Kontrolle und damit auch nicht die Freude am Fliegen zu verlieren.

Ich kaufte von Christof Hafner einen alten OMEGA 4 - fuhr nach Flims und legte wieder einen lässigen 80km Flug hin. Seither fliege ich nun schon den 5. OMEGA in Generation und drei davon habe ich ohne Testflug gekauft - und es passte immer!

OMEGA 4

OMEGA5 (mein TIGER) von ADVANCE  

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05.05.19_SM-32-goal-als-29er

SM 2005 - Mit dem OMEGA 5 fliege ich einen mega spannenden Task von der Lenk nach Gstaad und dann bis Interlaken - mit Seequerung. Das Fliegen in so einem Umfeld ist eindeutig inspirierend und man macht tolle Erfahrungen. Rang 29 war bei diesem Task natürlich eine grosse Freude für mich. Ich weiss noch, dass ich mich aus Sicherheitsüberlegungen damals dagegen entschied, mit dem nagelneuen OMEGA6 an die SM zu gehen. Nachher bereute ich es, denn ...

Mit dem OMEGA 6 kam ein deutlich besserer Speed. Ein Klasse Flügel. Mit ihm gewann ich einmal das Stockbergfliegen in Nesslau.... Ziellandekonkurrenz.

OMEGA 6 von ADVANCE  

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05-09-04_Stockberg-Landeanflug

Mit dem OMEGA 6 kam auch mein erstes Liegegurtzeug - das IMPRESS 1 - sackschwer, aber ein völlig neues Fluggefühl.

Geb ich nicht mehr her, diese Liegegurte!

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OMEGA 7 von ADVANCE  

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 Auch der OMEGA 7 war ein Klasse Flügel. Mit ihm erlebte ich meine bisherigen Rekordflüge, ein FAI von 198km ab Fanas und ein FAI mit 140km ab dem Alpstein. Diese Leistungen habe ich seither nicht mehr überboten. Vielleicht war das damals 2008 und 2009 wirklich meine Leistungsmässige Blütezeit. Aber was auch immer. Der Schirm war stark und save und wie einige Schirme vorher flog Thömi auch diesen OMEGA noch bis an sein Lebensende....

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Drehen in der Thermik mit dem OMEGA 7 vor den Churfirsten.

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MENTOR 2 von NOVA  

ELLUS von SOL

Ellus SOL

Viele Jahre habe ich mit SOL zusammengearbeitet und sie haben mir tolle Modellgleitschirme genäht! Eine wunderbare Zusammenarbeit. Da kam der Wunsch auf, auch SOL zu fliegen. Der Ellus war dann das, was ich mit Kerstin für mich ausgesucht hatte und ich war so ziemlich total enttäuscht. Dafür kann der Schirm zwar nichts, aber dieser Schirm war definitiv das, was ich gesucht hatte, wenn auch das Design mir sehr gefallen hatte!

 Es kam eine Phase, während der ich manches Jahr gerade mal 10-20 Flüge machte. Streckenfliegen war passé. Das RcPara Fieber hatte mich gepackt....

In dieser Zeit flog ich mit dem MENTOR 2 auf dem ich immer Spass hatte und nie das Gefühl, ich hätte jetzt irgendeine Rochel über mir, die keinen Spass macht. Ganz im Gegenteil!

Kleine homage an die RcPara Zeit. Vor dem Flug links drehte ich noch dieses RcPara Video mit dem PRISMA

13.06.08-und Landung zu Hause -)

Auch mit dem MENTOR 2 konnte man gut nach Hause fliegen - das ist halt immer wieder schön - mit jedem Flügel!

2015 - Das Streckenflugfieber erwacht zu neuem Leben!

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Carrera-Norma
15.06.26-Am Hohen Kasten Abendflug mit CARRERA S

CARRERA xs von GIN GLIDERS

Die RcPara Zeit ging dem Ende entgegen. Nach gut 5 Jahren intensiver Beschäftigung mit diesem Thema, über 500 verkauften Modellgleitschirmen und zwei Deutschen RcPara Meistertiteln in der Kategorie Hochstart/Segelflug kam in mir wieder die Lust nach Leistung und Streckenflug auf. Dani Graf, mein lieber FGA Kollege und Fliegerfreund brachte mich zu GIN. Ein Probeflug in Schnifis im Herbst zeigte mir die Leistung und den Flugspass des Carrera auf und so begann im Frühjahr 2015 meine GIN Aera. Mit den Carreras erlebte ich Hochs, aber auch Tiefs und merkte, dass man nicht so einfach wieder die Uhr zurückstellen kann. Es gab sogar Momente, da fragte ich mich, ob ich wirklich noch einen CARRERA fliegen sollte, der als high-end B eingestuft ist. Ich wechselte vom XS auf S und dann noch der Farbe wegen von rot auf gelb, so dass ich innert einem guten Jahr 3 verschiedene Carreras flog. Ich hab’s aber nicht bereut und der CARRERA hat mir das ‘aktive Fliegen’ wieder beigebracht!

Carrera gelb

MENTOR 4 von NOVA

Mentor 4-home

Mit dem NOVA Mentor 4 flog ich für ca. 4 Flüge, dann war mir klar, das mich dieser Flügel langweilen würde. Fasziniert hat mich die einfache Bauweise, die doch so effiziente Leistung ermöglichte und die hatte er sicher!

Unten ein Video mit einem recht langatmigen Flug vom Kronberg nach Herisau (unvertont)

IOTA von ADVANCE

Auch den IOTA von ADVANCE probierte ich für ca. 2 Monate aus. Schon etwas besser als der MENTOR 4 fand ich und überraschend gutes Gefühl und Gleiten bei Vollspeed, aber ansonsten auch zu schwammig und zu stumpf. Nach diesen Ausflügen in der Welt der EN-B Schirme war mir glaub ich klar, dass ich einen Flügel suche, der mich begeistert und ich fand auch zwei. Zuvor hier aber noch ein Filmchen vom Watles, das Timon (der “halbe Modellflieger”) von mir und meinem IOTA machte.

So, das war Geschichte und jetzt kommen wir zur Gegenwart - was fliege ich jetzt? Du siehst es hier

aktualisiert am 14.3.2017

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