10 Tips für Deine Sicherheit beim Gleitschirmfliegen
Thema im Aufbau!
Ich habe ja nun einige Artikel zum Thema Sicherheit geschrieben und ich dachte mir, dass für Leute mit wenig Zeit eine Zusammenfassung nicht schlecht wäre. Eine solche Zusammenfassung möchte ich nun erstellen....
- Sei ehrlich zu Dir selber und auch zu anderen, wenn es ums Fliegen geht
Natürlich ist das doch in jedem Fall wünschenswert, oder? Eigentlich möchten wir alle am liebsten "ehrlich" sein, aber Hand aufs Herz - sind wir es auch? Ich denke, wir alle sind in vielen Bereichen unseres Lebens mehr oder weniger "maskiert" unterwegs. Allein schon nicht zu sagen, was man weiss oder denkt ist letztlich eine Form von Unehrlichkeit. Das alles gehört aber auch zum Leben, denn "Offenheit entwaffnet", kann verletzbar machen - braucht Mut und kann entzweien. Drum schweigen wir manchmal lieber - auch um kein unnötiges Porzellan zu zerschlagen!
Gerade aber bei einem Sport, der - trotz dem heute hohen Sicherheitsniveau - dennoch klare Risiken beinhaltet, ist Ehrlichkeit mehr als eine Lebenseinstellung, denke ich. Es kann fatale Folgen haben, wenn wir uns selber oder auch andere "belügen". Vom selbstbeschwichtigenden "Geht schon!" bis hin zur Bagatellisierung eines gravierenden Fehlers ohne Folgen... Das sind alles Dinge, die verhindern, dass wir wirklich "Lernen", Konsequenzen ziehen und uns ändern (also verbessern)!
Und im Zusammenhang mit Fliegerkollegen gilt dasselbe. Mit übermässiger oder unvorsichtiger Forcierung anderer, Gruppendruck und indem wir andere nicht ansprechen auf deren gefährliches Verhalten, machen wir uns irgendwie mitschuldig, wenn es zu einem Unfall kommt. Bei Anderen empfehle ich: "Sag es einmal - als Freund und nicht als Chef" Was der andere damit macht ist letztlich seine Sache und nicht mehr Dein Ding.
- Bist Du bereit für SPORT?
Eine ganz wichtige Erkenntnis habe ich letzthin gewonnen, als ich Kommentare zu Gleitschirmvideos las. Der Schreiberling erwähnte, dass viele Gleitschirmpiloten "sportliche Ambitionen" hegen, ohne sich bewusst zu sein, was Sport bedeutet. Also z.B.: bewusstes und regelmässiges Training, Weiterbildung, Reflexion (briefing, debriefing), Austausch mit anderen und feed-back erhalten, angeleitete Sicherheitstrainings absolvieren, Fitness u.v.m. Beim Gleitschirmfliegen geht es ja nicht um ieinen Sport wie Joggen (obwohl man das ja auch nicht unterschätzen sollte). Wir müssen sportliches Gleitschirmfliegen eher mit einer Sportart wie Klettern oder dowhnhill Fahren vergleichen.
Seine Aussage: Sportliches (ambitioniertes) Fliegen ohne den notwendigen sportlichen background birgt Gefahren.
Wo aber fängt sportliches Fliegen an? Nicht einfach zu definieren. Ich nenne lieber einmal ein paar Stichworte:
- ab high-B aufwärts
- gelegentliche Teilnahme an Wettbewerben oder XC-Wertungen
- regelmässiges Verlassen der Hausberge
- selbständiges Fliegen im Ausland
- Fliegen in bekannten Streckenfluggebieten
- Wie steht es um Dich?
Du bist der human factor - wie steht's um Dich? Und da sind wir schon wieder gaaanz nah beim ersten Punkt. Sei ehrlich zu Dir selber!
Wie sind Deine Reaktionen? Wir haben häufig Gelegenheit, unsere Reaktion zu testen bzw. uns ein Bild davon zu machen. Meine sind super und sie sind es noch, aber nachlassend. Das habe ich getestet und erlebe es täglich - z.B. wenn ich auf Eis ausrutsche... Da sie aber nachlassen (dem Alter geschuldet) bin ich vor 3 Jahren von EN-D auf EN-C "abgestiegen". Wir müssen also bereit sein, uns selber ehrlich zu betrachten und daraus die notwendigen Konsequenzen zu ziehen - der Sicherheit zu Liebe.
Schnelle Reaktionsfähigkeit ist eine der wesentlichsten Voraussetzungen für Aktives Fliegen (also das Verhindern von Störungen durch das aktive Eingreifen des PilotenIn)! Spätestens ab high-B ist sie notwendig!
Wie steht es um Deine Ausdauer? Zumindest was längere Flüge angeht, Flüge in stark frequentierten Fluggebieten oder auch Flüge bei anspruchsvollen Bedingungen ist Fitness und Ausdauer wichtig. Fitness kann durch die Möglichkeit Wasser zu lassen, regelmässiges Trinken und kleine Nahrungsaufnahme stark unterstützt werden.
Wie steht es um Angst? In der Flugschule erlebte ich Schüler, die verstanden das Fliegen Lernen als Therapie gegen ihre Angst. Da sehe ich spätestens ab dem B-Schirm Probleme. Blockaden enstehen aus Ueberforderung und Angst. Im Notfall (also kurz vor einem möglichen Unfall) bist Du allein auf Dich angewiesen. Blockaden und Angst führen in diesen Situationen dazu, dass man das Notwendige nicht tun kann - bis hin zum Retterwurf.
Weitere Punkte folgen - Artikel ist im Aufbau
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